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Seit vielen Jahren hängt in jedem Zimmer unseres Hotels eine Erzählung aus der reichen Sagenwelt des Oberwallis. Diese Motive wurden vom einheimischen Holzbildhauer William Jerjen allesamt überarbeitet und der Seniorchef, den Hotelgästen als leidenschaftlicher Sagenerzähler bekannt, hat die Texte zu den einzelnen Sagen geliefert, einige Erzählungen alten Schriften und Dokumenten entnommen, andere jedoch wortgewaltig selber umgesetzt.  

Ja die Sagen und das Hotel Glocke ist eine Schicksalsgemeinschaft. In den ersten Jahren im Hotel Glocke, wir Kinder waren noch klein, organisierten unsere Eltern in den Wintermonaten jeweils eine Fackelwanderung mit den Gästen. Bei einer solchen Wanderung in der finstern und dunklen Nacht äusserte ein Gast den Wunsch, eine Sage, eine «Boozegschicht» das wäre der ultimative Höhepunkt. Dieser Wunsch ist bei meinem Vater voll eingefahren, er erinnerte sich an seine begnadeten Grosseltern als Geschichtenerzähler in Ausserberg und er begann, sich mit der Sagenwelt intensiv auseinanderzusetzen. Eine Auseinandersetzung die bis heute anhält, einiges versteht er nun besser, immer wieder begreift er einen neuen Mosaikstein in der endlosen Kette all der Geschichten.
 Er ist sich bewusst und es schmerzt ihn noch heute, dass auch er mitverantwortlich ist, dass die Grosseltern plötzlich stumm blieben und nicht mehr erzählen wollten. Zwei wesentliche Gründe mögen hier aufgeführt sein: Die schriftlichen Sammlungen der Sagen: Die Sammler handelten zwar aus hehren Motiven, doch die Veröffentlichung der Sagen in Buchform bedeutete gleichzeitig das Ende des freien Erzählens. Zitat der Grosseltern meines Vaters: «Diese Geschichten könnt ihr in eurem Buch selber nachlesen, darüber gibt es nichts mehr zu berichten», ein Verrat an den Erzähler, der in seiner Erzähllust und in seinem -fluss behindert und eingeengt wurde, da ja die Erzählung schriftlich vorlag und quasi als sakrosankt galt. Der zweite Grund liegt laut meinem Vater in der Tatsache, dass sich seine Generation dazumal über die Inhalte amüsierten und unter vorgehaltener Hand die Grosseltern auslachten, da sie an einen solchen «Seich und Plunder» überhaupt glauben konnten. Niemand hätte die Grosseltern vom Gegenteil überzeugen können, sie hatten selber zu viel erlebt, da sie nun ausgelacht wurden, behielten sie die Geschichten für sich. Das alte Wissen wurde durch die neuen Bildungsmöglichkeiten überflüssig. Heutzutage drohen wir in einen Einheitsbrei zu versinken und vergessen dabei unsere kulturellen Wurzeln. Wir orientieren uns am Rationalen und Erklärbaren; eine Anschauung, die den alten Wallisern eher fremd war: Sie hatten zwar einen festen und klaren Realitätssinn, waren aber bereit, die Wirkung höherer Mächte anzuerkennen.
Wir hoffen, dass unser Vater auch in Zukunft einmal in der Woche den Aabesitz gestaltet und pflegt und dabei eine spezielle Stimmung in die Hotelstube zaubert.; denn wie heisst es so schön in unserem Volksmund: « Der wa alls glöibt, ischt a Narr und der wa nix gläubt, no der gressro…»
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